Mittwoch, 19. Juli 2017

kamm on '17 - der erste Versuch


Leider hat uns das Wetter die geplante zwei-tägige Umrundung des Gosaukamms im wunderschönen Salzkammergut verregnet.

"Unsichere Wetterlage, dürftige Sonnenphasen, immer wieder mit Gewitter zu rechnen..."

Michael hat schnell mal überlegt und findet als kleine Entschädigung die Überschreitung vom Hochtausing im Ennstal mit leichten Kletterstellen, kombiniert mit dem Toni Klettersteig (B/C).

Wir starteten am Samstag, den 24. Juni, frühmorgens und voller Motivation in Richtung Totes Gebirge.
Miriam, Fabio, Michael und ich starten am Ausgangspunkt Schönmoos auf ca. 1140m mit unserer Tour. Gehgelände, leichte Kletterstellen und versicherte Abschnitte wechseln in der Folge am oft ausgesetzten Ostanstieg. Wir müssen feststellen, das wir besonders leicht zum Schwitzen gelangen, da es recht schwül ist.
Immer wieder werden wir mit herrlichen Tiefblicken belohnt und sind über die Auswahl eines doch eher unbekannten Gipfels sehr dankbar.
Weiter geht es am Grat, manchmal kurz ab und auf, bis das Gipfelkreuz auftaucht (1823m).



Nach einer Kraftjause noch ein Eintrag ins Gipfelbuch und ab ging es in Richtung Latschengassen. Nicht ganz einfach zu finden war unser Klettersteig als Abstieg.
Mehrmals verschwanden wir in den Latschengassen bis wir dann doch noch den Tonisteig gefunden hatten.
Nicht allzu schwer steigen wir über Leitern, einer Rinne (B/C) und einer versicherten Querung mit traumhaften Ausblick, ab.



Als wir vier nun über eine Wiese laufen, träumen wir von einem kühlen Bier und freuen uns über die vor uns stehende Almhütte (leider nicht bewirtschaftet).
hmh? wie könnten wir trotzdem zu unserem Elektrolytgetränk kommen?
kurz angefreundet mit den Kids, die ihre Beine aus den Fenstern baumeln lassen, schließen wir auch Freundschaft mit den Pächtern und bekommen nicht nur unser heißersehntes, kaltes Bier serviert.
Etwas beschwingt verbringen wir doch einige Zeit dort.





Bericht: Gudrun

Montag, 5. Juni 2017

Alpine Climbing'17 - Mehrseillängen Kurs

Endlich Wochenende. Und der Wecker läutete um 7 Uhr! Aber: Die Sonne schien und nach den vorangegangenen Regentagen war die Vorfreude groß, mal zwei Tage draußen am Fels verbringen zu können. Treffpunkt fast aller Kursteilnehmer und fast aller Kursleiter beim P&R Weinzödl. Einer stieß planmäßig erst am Ausgangspunkt in der Bärenschützklamm zu uns, ein anderer (Es werden keine Namen genannt.) tat dies eher außerplanmäßig. Der Weckruf wurde wohl überhört. ;) Das Aufwärmprogramm begann dann bereits am Parkplatz in der Bärenschützklamm. Von dort waren es gut dreißig Minuten Fußmarsch zu unserem ersten Tagesziel, dem markanten Kletterfelsen „Nadelspitz“. Aufwärmen war auch ganz gut, denn entgegen den Prognosen war es eher wenig frühlingshaft warm und die aufziehenden Wolken verhießen eher auch keine Verbesserung. Rund um den Nadelspitz wurden verschiedene Stationen von unseren Lehrern Ralph, Michi und Martin eingerichtet, um die theoretischen Fertigkeiten der Kursteilnehmer in praktische umzuwandeln. Bekanntermaßen kein so leichtes Unterfangen! Zu dritt rotierten die Kursteilnehmer im Uhrzeigersinn zwischen den drei Stationen um den Nadelspitz und übten die nötigen Basics für künftige Mehrseillängenabenteuer: Standplatzbau und Seilschaftsablauf, Abseilen sowie Rettungs- und Hilfstechniken wie Seilfixierung mittels Wasserklang und das Prusiken entlang eines Fixseiles. 
















Vor allem die Prusikstation erfreute sich so mancher Beliebtheit. Einerseits half diese Übung dabei, die eigenen abgefrorenen Gliedmaßen etwas aufzuwärmen, andererseits bot man – obgleich unbeholfener Anfangsversuche – für den Zuschauer einen gewissen Unterhaltungswert. Ein (Berg)erlebnis wie es authentischer nicht sein könnte: kalt, schlechtes Wetter und daher eigentlich unlustig. Doch wir alle ließen uns weder durch Wind, Kälte noch zwischenzeitlichen Graupelschauern schwächen und stärkten unsere Kräfte mit einer kleinen Jause und Michis frisch zubereitetem Kaffee.



Um den ersten Kurstag abzurunden, galt es nun in Zweierseilschaften die Nadelspitz Südkante zu erklimmen. Unsere drei Kursleiter kletterten sogleich federleicht den Fels hinauf und positionierten sich jeweils an den Standplätzen, um allen auch wirklich genau auf die Finger und Knoten zu schauen. Bei neun Teilnehmern nahm der ganze Ablauf nun doch recht viel Zeit in Anspruch, weshalb sich so mancher schon in weiser Vorahnung die Stirnlampe am Helm montierte.








Nach insgesamt drei Seillängen war der Gipfel erklommen und nach einem kurzen Sonnenbad in der bereits untergehenden Abendsonne richtete jeder nacheinander seine Abseilvorrichtung ein. Dann noch schnell ein obligatorisches Foto mit Abgrund im Hintergrund und schwupdiwup war man schon wieder auf dem Waldboden am Fuße des Fels angelangt. Mit den letzten Sonnenstrahlen erreichten wir dann zu guter Letzt unseren Ausgangs- und Endpunkt. Der Tag war nun aber noch nicht ganz vorbei – galt es auch noch zuhause eigenständig die Tourenplanung für nächsten Tag zu machen.

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Sonntag. Der Wecker läutete schon wieder um 7 Uhr. In bekannter Manier ging‘s heute weiter. Treffpunkt in Weinzödl, Aufteilung der Kursteilnehmer auf drei Gruppen, jeweils begleitet von Ralph, Martin und Roland, der an diesem Tag anstelle von Michi mit von der Partie war. Ralph’s Gruppe hatte sich die Tour „Flowers and Nurses“ am Ratengrat zum Ziel gesetzt, zusammen mit Martin übten sich drei weitere Teilnehmer in der „Krabbelstube“ im Brunntal, während wir drei Mädels zusammen mit Roland den Rablgrat erklettern wollten.

Los ging’s! In meiner morgendlichen Umnachtung wich ich bei der Anfahrt etwas vom schnellsten Weg ab. Stattdessen bot ich meinen Mitfahrern eine landschaftlich reizvolle Strecke, die uns durch Dörfer und Orte führte, die uns bis dato unbekannt waren. Schlussendlich – und mithilfe moderner Navigationstechniken – erreichten wir unseren Ausgangspunkt in der Weizklamm. Der bereits übervolle Parkplatz, sowie die Hinweistafel „Achtung heute Kletterkurs“, ließ schon gewisse Vorahnungen aufkommen. Nach einem kurzen Marsch erreichten wir den Wandfuß des Rablgrats, wo es (siehe da!) von Kursteilnehmern nur so wimmelte. Beim Einstieg zur unserer geplanten Route direkt entlang des Grates standen sicherlich schon zehn Leute an. Obendrauf stießen wir bei den Weizer Locals etwas auf Unverständnis, dass wir uns trotz ihres Hinweisschildes heraufgewagt hatten. Nach kurzen Verhandlungen konnten wir auf der ganz rechten Seite der Wand die um eine Seillänge kürzere „Hopfenlaube“ als Alternativroute für uns beanspruchen. Zuerst wiederholten wir nochmals in Ruhe alle Knoten und den Standplatzbau, bevor es dann endlich an das ersehnte Klettern ging. Als meinen ersten Standplatz wählte ich dieses Mal nicht die üblicherweise dafür vorgesehenen Bohrhaken, sondern einen mittelprächtigen Baum auf einem Mini-Absatz wenige Meter unterhalb. Dies tat ich hier ausnahmsweise nicht aufgrund von mangelndem Orientierungssinn, sondern eher aufgrund leichter Panik, die mich im Vorstieg bei einer etwas schwierigeren Stelle erfasste. Soweit so gut. Nachdem ich die Stelle im Nachstieg dann gemeistert hatte, stieg ich wieder die nächste Seillänge vor und baute meinen nächsten Standplatz –nur dieses Mal an der dafür vorgesehenen Stelle. Roland wartete bei jedem Standplatz auf die nachkommende Seilschaft, um die Sicherungstechnik zu checken. Die Abläufe bei den darauf folgenden Seillängen erfolgten mehr oder weniger reibungslos und so konnten wir dann zu guter Letzt in luftiger Höhe unsere verdiente Jause in der Sonne genießen.





Aufgrund der großen Steinschlaggefahr mussten wir an diesem Tag leider auf das heiß ersehnte Abseilen verzichten und wählten daher die Wander-Variante, die uns in kurzer Zeit wieder an Wandfuß bzw. zum Parkplatz führte. Damit aber noch nicht genug Abenteuer. Um auch die Autofahrt zurück nach Graz möglichst abwechslungsreich mit vielen Kurven, Abgründen und Berg-/Talfahrten zu gestalten, wählten wir auch für den Rückweg eine „Alternativroute“.

Alles in allem: zwei abwechslungsreiche Kurstage in lustiger und entspannter Atmosphäre, inkl. Theorie und Praxis, sowie den üblichen Hoppalas! ;)
Danke an Ralph, Martin, Michi und Roland für euren Einsatz und eure Geduld! J



Danke für den Text an Julia!

Montag, 13. März 2017

Höhliskiing 2oI7

Höhliskiing… Wer nun denkt, dass wir den Ausgangspunkt unserer Tour mit einem Hubschrauber erreichten, der irrt! Wie bei jeder anderen Skitour waren wir auch diesmal mit dem Auto unterwegs –es sollte aber keine gewöhnliche werden. Sechs wackere Gamsen beschlossen ursprünglich an der Tour teilzunehmen. Tatsächlich waren es dann doch nur vier: Bernhard, Harald, Hermann und Roland. Einer war krank geworden und einem weiteren war die Abfahrtszeit wohl einfach zu früh.
Nachdem wir um acht Uhr Graz verlassen hatten, machten wir uns circa um neun Uhr, perfekt im Zeitplan liegend, von der Gsollkehre aus auf den Weg.
Die ersten Meter ging es zum warm werden gemütlich flach, vorbei an Hütten und verlassenen Forststraßen, in das Gsolltal. Und warm konnte es einem werden. Die Temperaturen waren doch sehr frühlingshaft. Auch von den im Wetterbericht prognostizierten orkanartigen Windböen merkte man im geschützten Tal nur wenig. Auch wenn es gemütlich war in das leicht geneigte Tal zu gleiten, so waren wir vier Gamsen doch auf ein wenig mehr aus. Am Ende des Tales und am Fuß der Frauenmauer angelangt wartete steileres Gelände auf uns. In Spitzkehren und einem weitläufigen S ging es hinauf zum Höhleneingang. Kurz unter dem Höhleneingang machten wir eine Pause. Weil sich das für eine Rast ja auch gehört, dass man unterhalten wird, so musste natürlich ein Missgeschick passieren. Mir fiel das leere Sackerl meiner Felle die letzte „Steilstufe“, circa 50 Höhenmeter, hinunter. So konnten sich die anderen amüsieren und davon überzeugen, dass meine Abfahrtstechnik mit Fellen noch Optimierungspotential bietet.
Nachdem die extra Höhenmeter geschafft waren, erreichten wir den westlichen Höhleneingang. Hier wurden die Ski (oder das Splitboard) auf die Rucksäcke geschnallt und die Stirnlampen ausgepackt. Wer nun glauben möchte, Missgeschicke passieren nur den unerfahreneren Gamsen, der irrt. Unser ehrenwerter Tourenführer packte seine Stirnlampe aus und siehe da, sie funktionierte nicht. Nach langem hin und her konnte er sie dann zum Glück doch noch zum Leuchten bringen.
Der Einstieg in die Höhle zeigte sich schwieriger als gedacht. Es hatte sich doch eine beachtliche Schicht Eis gebildet. Da jeder von uns aus Gewichtsgründen auf Steigeisen verzichtet hatte, wurde es zu einer rutschigen Angelegenheit, bis wir festen, felsigen Boden unter den Schischuhen hatten. Gleich in der Nähe des Westeinganges gibt es eine Höhlensackgasse, die im Winter auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Man findet dort riesige, faszinierende Eiszapfen, die wie Tropfsteine von der Decke, aber auch vom Boden wachsen.
Um die beiden unerfahreneren Gamsen in Bezug auf ihren Orientierungssinn zu testen, wurden wir fürs Erste an die Spitze der Gruppe gestellt und sollten den richtigen Weg finden. Natürlich ließen wir keine Möglichkeit aus die falsche Abzweigung zu nehmen. So spendierten wir uns, an einer Stelle an der die Höhle kurz doch recht eng wird, auch eine kleine Klettereinlage - natürlich in eine falsche Nische.
Nachdem wir uns bereits über 30 Minuten in der Höhle befanden und uns langsam an die Finsternis und die Einsamkeit gewöhnten, sahen wir seltsame Lichter in der Ferne haschen. Waren das unsere eigenen Stirnlampen oder hatten wir uns getäuscht? Nein. In der Tat kamen uns zwei Tourengeher entgegen. Eine sehr skurrile Zusammenkunft. Jeder mit Tourenski (oder Splitboard) am Rucksack und erstaunt darüber an diesem Ort andere Menschen zu treffen.
Nach diesem unerwarteten Treffen hatten wir keinen weiten Weg mehr vor uns. Schon bald leuchtete gleisend das Tageslicht in die letzte große Höhlenhalle. Auf den Bänken vor dem Osteingang wurde eine kleine Jausenpause eingelegt und das weitere Vorgehen diskutiert. Einstimmig entschieden wir uns dazu auf der Ostseite abzufahren und unten nochmals aufzufellen. Im Nachhinein war dies bestimmt die beste Entscheidung, da wir uns so eine Querung des steilen Osthanges ersparten. Nach einer feinen Abfahrt mit gemischten Schneeverhältnissen, die großteils aber sehr gut waren, erreichten wir wieder den Talboden. Von dort wurde der Schnee weicher und das Zurücklegen der letzten Meter zum Auto wurde nochmals intensiver.

Im Gasthaus Meisenbichler in Traboch gab es dann für mich, zum gemütlichen Ausklang einer wirklich tollen Tour, die legendäre Fuhre Mist. Auch wenn wir unsere Destination nicht mit einem Hubschrauber erreichten, so war es doch ein faszinierendes und wunderschönes Erlebnis durch die mit riesigen Eiszapfen verwachsene Höhle zu steigen.  

Bernhard Guggenberger

Samstag, 28. Januar 2017

what goes around comes around '16

MTB-Tour um den Mont Blanc


Einmal den Gebirgsstock des höchsten Berg der Alpen zu umrunden, ist eine beliebte Wandertour – die natürlich auch mit dem Mountainbike gut zu bewältigen sein sollte. Sprachs, und schon machten sich zwei unerschrockende Mountainbiker von Graz auf den langen Weg ins Aostatal, im Gepäck zwei Mountainbikes, eine gehörige Portion Motivation, und die Aussicht auf eine tolle und lohnende Tour. Nach ungefähr 10 Stunden Fahrtzeit kamen wir in Courmayeur an, wo es natürlich Pizza zum Abendessen gab.

Am nächsten Tag schwangen wir uns auf den Sattel, um die erste Etappe in Angriff zu nehmen. Zuerst auf Straßen, dann auf Forstwegen, und schließlich auf schmalen Wanderwegen kurbelten, schoben und trugen wir uns dem ersten Ziel entgegen – dem Col de la Seigne, ein Pass auf 2516 m Seehöhe und die Grenze zwischen Italien und Frankreich. Nach einer flowigen Singletrail-Abfahrt folgte noch ein knackiger Anstieg, bevor wir schließlich die erste Unterkunft erreichten. Wir konnten noch einige Stunden lang die Sonne genießen, und nach einem köstlichen Abendessen fielen wir in den wohlverdienten Schlaf.


Für die nächsten Tage war das unser Tagesablauf – frühstücken, mit dem MTB bergauf und bergab, um rechtzeitig zum Nachmittagskaffee in der Unterkunft einzutreffen. Ein Hoch hatte ganz Mitteleuropa fest im Griff, sodass wir die gesamte Tour lang strahlenden Sonnenschein und wolkenlosen Himmel hatten, und die imposanten vergletscherten Gipfel des Mont Blanc-Massivs waren unsere ständige Begleiter.



Am zweiten und dritten Tag radelten wir durch das Chamonix-Tal und durch Chamonix. Über den Col de Balme verließen wir das Tal wieder und erreichten die Schweiz. Zwei Tage und zahlreiche Höhenmeter später erreichten wir mit dem Grand Col Ferret auf 2540 m den höchsten Punkt der Tour und die Grenze zwischen der Schweiz und Italien.

Vielleicht war es die Tatsache, dass Courmayeur und damit das Ende der Tour fast schon in Sichtweite waren, aber nach vier sturz- und verletzungsfreien Tagen sind wir beide auf der letzten Etappe noch „über den Lenker abgestiegen“. Zwar war nichts Grobes passiert, aber ein bösartiger Biss des Kettenblattes in den Unterschenkel machte einen kleinen Ausflug ins Spital in Aosta nötig.

Nichtsdestotrotz erreichten wir, etwas geschafft aber glücklich, am fünften Tag wieder Courmayeur:


Fazit – 5 Tage Traumwetter, drei Länder, eine Strecke von 200 Kilometern und 8000 Höhenmetern, gespickt mit schönen Trail-Abfahrten waren das Rezept für eine unvergessliche und tolle Tour!


Dienstag, 10. Januar 2017

fear of the dark '16



Um dem in der Stadt feiernden Volk zu entkommen, traf sich zu Halloween eine kleine aber furchtlose Truppe am Fuße des Hochschwab, um am Berg zu biwakieren und nächsten Tag den Gipfel zu erklimmen – Fear Of The Dark 2016.


Treffpunkt war der Gasthof Bodenbauer, von wo aus wir uns abends mit Stirnlampen bewaffnet auf den Weg machten. Ziel des Abends war das Plateau unter der Hochschwab-Südwand, wo wir uns einen Platz zum Schlafen suchen wollten. Trotz teilweise eisiger Temperaturen beim Start kamen wir bald ins Schwitzen und erreichten nach etwa 2,5h das G’hacktbrunn. Dort suchten wir nicht lange und schlugen direkt neben der weiteren Aufstiegsroute auf einer kleinen Fläche unser Lager auf. Der Plan war ein gemütliches Beisammensitzen mit Lagerfeuer und Bier, doch fehlte uns für beides das nötige Material. So krochen wir nach einem kleinen Abendessen und etwas ausgekühlt in unsere Zelte, um die Grenzen unserer Schlafsäcke zu erfahren. Unsere Gedanken waren vor allem bei einem unserer Mitstreiter, der sich in einen Sommerschlafsack wälzte, da der neue warme Schlafsack nicht rechtzeitig geliefert wurde.



Nächsten Morgen wurden wir alle mit einem herrlichen Wetter begrüßt und uns zeigte sich zum ersten Mal die schöne Lage unseres Zeltplatzes.

Nach einem kleinen Frühstück stiegen wir über das G’hackte Richtung Gipfel auf. Der im G‘hackten liegende Schnee machte den Aufstieg zur einer interessanten und für uns alle neuen Variante. Durch die vorhandenen Spuren war der Aufstieg jedoch kein Problem, außerdem zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite.

Vorbei an interessanten Eisskulpturen erreichten wir gegen Mittag den Gipfel.


 

Über den Gipfel ging es (zum derzeit geschlossenen) Schiestlhaus, wo wir uns in strahlender Sonne unser Mittagessen kochten. Schließlich stiegen wir über den Graf Meran Steig und den Trawiessattel wieder zu unserem Zeltplatz ab, wo es vor dem weiteren Abstieg noch einmal Tee gab. Der Abstieg über den Trawiessattel erwies sich durch den neuerlichen Anstieg erfahrungsgemäß anstrengend und beim weiteren Abstieg kämpften schließlich alle mehr oder weniger mit der Tragfähigkeit ihrer Oberschenkel. Bis zum neuerlichen Sonnenuntergang schafften wir es aber alle zurück zum Gasthof Bodenbauer, wo wir zum Abschluss noch einmal einkehrten.

Zusammenfassend war Fear Of The Dark 2016 eine wunderschöne und vollständig gelungene Bergtour und eine hervorragende Alternative zu den üblichen Halloween-Feiern.